Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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Bild vergrößern - Volkstrauertag 2008: Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker hält die viel beachtete Gedenkrede im Deutschen Bundestag.
(Fotos: Uwe Zucchi)
Gedanken über Gedenken

Volkstrauertag 2008: Jean-Claude Juncker hält Gedenkrede

Es war nicht der erste hohe ausländische Staatsmann, den ein Volksbund-Präsident auf der zentralen Gedenkstunde der Bundesrepublik Deutschland zum Volkstrauertag in Berlin begrüßen durfte. Und dennoch war bei allen Besuchern und sicherlich auch den vielen Zuschauern an den Bildschirmen spürbar, dass mit dem Premierminister des Großherzogtums Luxemburg ein Freund der Deutschen und ein überzeugter Europäer, die Notwendigkeit für ein zukünftiges grenzüberschreitendes Gedenken in Europa aufzeigte.

 

Bild vergrößern - Bernard de Montferrand, Botschafter des Republik Frankreich in Berlin

Foto: Uwe Zucchi / Volksbund
Internationale Gedenkveranstaltung

Volkstrauertag in Berlin

Die Gedenkveranstaltung, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge alljährlich am Vortag des Volkstrauertages auf dem ehemaligen Garnisonfriedhof in Berlin-Neukölln veranstaltet, hat sich zu einem internationalen Treffen der diplomatischen Vertretungen entwickelt.

 

Bild vergrößern - Darauf haben viele Angehörige gewartet: Volksbund-Umbetter Wolfgang Dietrich (links) bettet den ersten von 5 500 Särgen mit den Gebeinen eines unbekannten deutschen Soldaten auf der Kriegsgräberstätte in Cheb (Eger) ein.
(Fotos: Maurice Bonkat)
Endlich: Einbettung in Eger

Volksbund beerdigt erste Gebeine von 5 500 Toten in Tschechien

„Ich bin dankbar, dass die Toten, die noch Jahre nach Ihrem Tod auf einer Odyssee waren, nun hier in Cheb beerdigt werden.“ Mit diesen Worten würdigt der deutsche Botschafter Helmut Elfenkämper am 12. November 2008 die Beisetzung der ersten 450 von insgesamt 5 500 Toten des Zweiten Weltkrieges auf der neuen Kriegsgräberstätte in Cheb (Eger). Zugleich spricht er so die langjährige öffentliche Debatte um die letzte deutsche Kriegsgräberstätte in Tschechien an.

 

Bild vergrößern - Sammlungsauftakt des Volksbundes: Bundespräsident Horst Köhler empfängt 50 Sammler aus dem gesamten Bundesgebiet im Schloss Bellevue. (Fotos: Maurice Bonkat)
Köhler: „Sie arbeiten für eine gute Sache!“

Bundespräsident entsendet Volksbund-Sammler

„Sie arbeiten für eine gute Sache und können sich unserer Unterstützung sicher sein!“ Mit diesen Worten empfängt Bundespräsident Köhler 50 Sammler aus dem gesamten Bundesgebiet. Die freiwilligen Helfer unterstützen die Friedensarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Im vergangenen Jahr zählten sie zu den besten Spendensammlern. Unter ihnen finden sich Schülerinnen und Schüler, Pädagogen, Soldatinnen und Soldaten, Reservisten, Feuerwehrleute, Rentnerinnen und Rentner sowie Angehörige von Gefallenen oder Vermissten.

 

Bild vergrößern - Das Podium des Volksbund-Kolloquiums, „Darf der Rote Baron wieder Held sein?“, war hochkarätig besetzt. Eine der Forderungen war der Ruf nach mehr Anerkennung für die Soldaten, die im Auftrag des Parlaments im Auslandseinsatz sind. (Fotos: Maurice Bonkat)
Anerkennung für Auslandseinsätze gefordert

Kolloquium: Darf der Rote Baron wieder Held sein?

Es war eine prominent besetzte Runde, die sich mit eindringlichen Appellen an die Öffentlichkeit wandte. Beim Berliner Kolloquium des Volksbundes diskutierten vor über 120 Gästen bekannte Wissenschaftler, Politiker, Pädagogen, TV-Moderatoren und ein in Afghanistan verwundeter Bundeswehrsoldat. Ihre Themen waren der Umgang mit dem Heldenbegriff in der heutigen Gesellschaft und die Zukunft der Gedenkkultur. Ein wichtiger Diskussionspunkt unter dem provozierenden Titel „Darf der Rote Baron wieder Held sein?“ war dabei die mangelnde Wertschätzung der Bundeswehr im Auslandseinsatz.

 

Bild vergrößern - Michael, Lieselotte und Tino Reinhold (von links) kamen zum 10. Jahrestag der Kriegsgräberstätte nach Laurahütte, dem heutigen Siemianowice. (Fotos: Maurice Bonkat)
Hier liegt meine große Liebe

10 Jahre Kriegsgräberstätte Laurahütte (Siemianowice)

Langsames Blättern im Buch der Toten. Finger wandern die Zeilen ab, bis sie den einen Namen gefunden haben: „Hier ist es. Er liegt in Block 8.“ Dort am Gräberfeld steht ein großer Granitblock mit den eingravierten Lebensdaten der Toten von Laurahütte, dem heutigen Siemianowice. Irgendwo unter den zehntausenden Namen der Gefallenen muss auch der Liebste, der Mann, Bruder oder Onkel sein.

 

Bild vergrößern - Das Bild zeigt den Eingangsbereich der Kriegsgräberstätte Rossoschka nahe Wolgograd. Hier wird das neue Informationsgebäude entstehen. (Foto: Maurice Bonkat)
Haus für Rossoschka

Informationsgebäude nahe Stalingrad im Bau

Stalingrad – kaum ein Name symbolisiert die Schrecken des Zweiten Weltkrieges so sehr wie dieser. Mehr als 60 Jahre sind vergangen, Stalingrad heißt heute Wolgograd. Doch die berüchtigte Kesselschlacht ist vielen Menschen noch heute im Bewusstsein. Sie wurde zum Sinnbild des Leidens. Ein Symbol der Versöhnung ist dagegen die Kriegsgräberstätte in Rossoschka. Etwa 30 Kilometer von Wolgograd entfernt, gab der Volksbund dort 50 000 Soldaten ihre letzte Ruhestätte. Dazu kommen Gedenkwürfel mit über 100 000 Namen der Vermissten. An diesem Ort baut der Volksbund nun ein Informationsgebäude.

 

Bild vergrößern - Der ehemalige Bundesfinanzminister Dr. Theodor Waigel ist der neue Kuratoriums-Vorsitzende der Stiftung Gedenken und Frieden. (Foto: Maurice Bonkat)
Waigel übernimmt Kuratoriums-Vorsitz

Stiftung Gedenken und Frieden

Seit 1919 setzt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für Versöhnung und Völkerverständigung ein. 2001 wurde die Stiftung Gedenken und Frieden vom Volksbund ins Leben gerufen, um diese Ziele dauerhaft weiter zu tragen. In drei Förderbereichen unterstützt die Stiftung Gedenken und Frieden die Erhaltung der Kriegsgräberstätten, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sowie die Jugend- und Bildungsarbeit.

 


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